| Dieser
Verstärker wurde für den Schallplattenfreund entworfen, der
sich gern einen kleinen tragbaren Phonokoffer bauen möchte. Ein solcher
Phonokoffer enthält neben dem Plattenspielerchassis einen Verstärker
und den dazugehörigen Lautsprecher. Soll der Lautsprecher im Gehäusedeckel
untergebracht werden, so muss ein Flachlautsprecher des VEB Funkwerk Leipzig
verwendet werden. Es werden zwei Typen hergestellt, der Flachlautsprecher
L 3358 PFL für eine Nennbelastbarkeit von 2 VA und der L 26SS PPL
für 4 VA. Für den Phonokoffer genügt der kleine Lautsprecher
mit einem Korbdurchmesser von 165 mm und einer Einbautiefe von 56 mm.
Die Schwingspulenimpedanz dieses Lautsprechers beträgt 3,6 Ohm. Soll
der Lautsprecher an einer Seite des Kofferunterteiles angebracht werden,
so bevorzugt man wegen der geringen Höhe einen Ovallautsprecher.
Dafür sind die Ovallautsprecher L 2258 PBO oder L 2759 PBO vom gleichen
Betrieb geeignet. Der Korbdurchmesser beträgt 155-215 mm, die Einbautiefe
77 mm. Außerdem genügt die Schaltung auch den Ansprüchen
des Amateurs für eine kleine Heimanlage und kann zu diesem Zweck
in ein entsprechendes Gehäuse eingebaut werden. Der Verstärker ist dreistufig aufgebaut und verwendet als Endröhre eine EL84. Damit steht eine Leistung von etwa 4 W zur Verfügung, die man in Räumen kaum voll einsetzt. Im Vorverstärker wird die Röhre ECC 83 benutzt, die genügend Verstärkung ergibt, so daß eine wirksame, getrennt wirkende Höhen- und Tiefenregelung sowie eine Gegenkopplung angewendet werden können. Im Eingang des Verstärkers liegt der Lautstärkeregler P1, zwischen den beiden Vorröhrensystemen das Klangregel-Netzwerk mit den beiden Potentiometern P2 (Höhen) und P3 (Tiefen,Bässe). |
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| Die
Kathodenwiderstände R1 und R 6 sind kapazitiv nicht überbrückt.
Von der Sekundärseite des Ausgangstransformators gelangt eine Wechselspannung
über R 11 und C11 zur Katode der zweiten Vorröhre und bewirkt
die Gegenkopplung. Die Kopplungskondensotoren C2 und C7 sind mit 50 nF
reichlich bemessen, damit auch eine Übertragung der tiefen Frequenzen
ohne wesentlichen Abfall möglich ist. Mit Siebkondensatoren (C 1
und C 8) wurde nicht gespart, was sich in einer brummfreien Wiedergabe
bemerkbar macht. Der Netzteil weist keine besonderen Schwierigkeiten auf. Es genügt ein Netztrafo, der eine Anodenspannung von 2 x 300V bei 50 bis 60mA und eine Heizspannung von 6,3 V bei etwa 2 A abgibt. An Stelle des Siebwiderstandes R 12 kann auch eine kleine Netzdrossel für 60 mA angeordnet werden. Den Netz-Einschalter kombiniert man mit dem Lautstärkeregler P1. Die Heizspannung wird entweder einseitig an Masse gelegt oder mit einem Entbrummregler symmetriert. Beide Reglerenden liegen dabei an der Heizspannung, während der Schleifer mit Masse verbunden ist. Bei eingeschaltetem Verstärker wird dieser Regler auf minimales Brummen eingestellt. Die Höhe des Chassis beträgt etwa 50 mm. Das Chassis selbst wird aus 2-mm-Aluminiumblech gefertigt. |
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Das
obige Bild zeigt die Anordnung der einzelnen elektrischen Bauelemente.
Als Eingangsbuchse findet eine dreipolige Flanschsteckdose Verwendung,
wie sie für den Tonbandanschluss in modernen Rundfunkempfängern
üblich ist. Der Ausgangstransformator wird neben der Siebdrossel
oberhalb des Chassis angeordnet. Dabei ist zum Vermeiden magnetischer
Einflüsse zu beachten, dass beide Blechpakete senkrecht zueinander
stehen. Die Primärimpedanz des Ausgangstransformators beträgt
für die Röhre EL 84 5,6 kOhm. Die Sekundärimpedanz muss
mit der Schwingspulenimpedanz des verwendeten Lautsprechers übereinstimmen.
Zur Anzeige des Betriebszustandes dient die Glimmlampe, die mit dem
Vorwiderstand am Netz liegt.
Zur besseren Verdrahtung liegt unterhalb des Chassis eine zwölfpolige Lötösenleiste, die vor den Röhrensockeln angeordnet wird. |