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Messschieber
Auslese System V1.0

4.1
Messschieber installieren (Taste „e“)
4.3
Betriebsart Dezimal (Taste „d“)
4.4
Betriebsart Binär (Taste „b“)
4.5
Betriebsart Durchmesser (Taste „r“)
4.6
Messschieber Nullen (Taste „c“)
4.8
Einstellungen Terminal Programm
4.8.1
Generelle RS232 Parameter
4.8.2
Einstellungen Hyperterminal
4.9 Fuse Bits
Einstellung Atmega8
5.6
Anschlusskabel Messschieber
Das
nachfolgend beschriebene
System dient zum auslesen von digitalen Messschiebern. Zum Zeitpunkt
der
Programmerstellung stand ein Messschieber der Firma Pollin Elektronik
zur
Verfügung der die gleiche Elektronik verwendet wie die
horizontalen
Anbaumessschieber chinesischer Herkunft. Inwieweit
Messschieber anderer Hersteller eingesetzt
werden können, konnte nicht getestet werden. Dies bedeutet
für die Hardware und
Software Kompatibilität dass beim Einsatz anderer Messschieber
eventuell die
Software angepasst werden muss.
Das
Projekt ist frei für die
private Nutzung. Eine kommerzielle Nutzung des Projektes bedarf meiner
ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung.
Das
komplette System besteht
minimal aus:
- Digitalem
Messschieber
- Auslese Elektronik
MAS V1.0
- Anzeige Terminal :
PC oder VT100 kompatibles ASCII Terminal
Der
Messschieber wird mittels
einem geschirmten 4 adrigen Kabel mit der Auslese Elektronik verbunden.
Die
Batterie des Messschiebers muss zu vor entfernt werden da die
Stromversorgung
über die Auslese Elektronik erfolgt.
Es
können bis zu 3 Messschieber
an die Auslese Elektronik angeschlossen werden. Den
Anschlüssen auf der Platine
sind die Achsen X , Y und Z zu geordnet.
Die
Auslese Elektronik verfügt
über 2 RS232 Anschlüsse. Anschluss 1 dient der
Datenübertragung zu PC oder
Terminal. Anschluss 2 ist ein serieller Programmier Anschluss
für den
Mikroprozessor. Dieser kann mit Programmen wie z.B. PonyProg mit
eigenen
Programmen programmiert werden.
Die
Kabellänge der RS232
Schnittstelle darf bis zu 13m betragen. Bei den geschirmten Kabeln der
Messschieber sollte man möglichst kurze Kabel einsetzen. Je
kürzer desto
besser. Eine Länge von 2m stellte sich bei den Tests als
Obergrenze für einen
störungsfreien Betrieb heraus. Die Abschirmung darf nur
einseitig aufgelegt
werden, hierzu ist auf der Platine der Auslese Elektronik ein
Masseanschluss
vorgesehen.
Die
für den Datenanschluss
erhältlichen Kabel mit Stecker für den Messschieber
sind unbrauchbar. Von ihrem
Einsatz ist abzuraten. Ein direktes anlöten der Kabel am
Messschieber stellte
sich als die bessere Variante heraus.
Was
die Montage der Messschieber
anbetrifft stellte sich eine elektrische Isolierung der Messschieber
vom Rest
der Maschine als günstig, für einen
störungsfreien Betrieb, heraus.
Die
digitalen Messschieber
verwenden ein getaktetes serielles Protokoll mit 28 Bit. Der BASCOM
Befehl
SHIFTIN ist in der Lage bis zu 32Bit synchron einzulesen. Wie dieser
Befehl
arbeitet findet man gut beschrieben in der BASCOM Dokumentation.
Die
Belegung der einzelnen Bits
ist wie folgt:
Bit
28 – 25
:
4
Bit für die 1/100 Stelle der Messwertanzeige
Bit
24 – 21
:
4
Bit für die 1/10 Stelle der Messwertanzeige
Bit
20 – 17
:
4
Bit für die 1er Stelle der Messwertanzeige
Bit
16 – 13
:
4
Bit für die 10er Stelle der Messwertanzeige
Bit
12 – 9
:
4
Bit für die 100er Stelle der Messwertanzeige
Bit
7
:
1
Bit für das Vorzeichen (+/-)
Bit
5
:
1
Bit für die Maßeinheit (mm/inch)
Wie
man sieht sind nicht alle
Bits dekodiert, weil leider mit unbekannter Funktion. Wer hierzu
weitere Infos
hat kann mich gerne kontaktieren.
Die
Tasten an den Messschiebern
behalten ihre gewohnte Funktion. Interessant ist die Tatsache dass die
Messschieber auch dann Daten liefern wenn das Display am Messschieber
ausgeschaltet ist.
Die
Software ist komplett in
BASCOM geschrieben und belegt ca. 2/3 des im Atmega8
verfügbaren
Speicherplatzes. Dies bedeutet, es ist noch Platz für eigene
Programmanpassungen.
Der
im Projekt eingesetzte
Compiler ist auf folgender Webseite zu finden: http://www.mcselec.com
. BASCOM ist in der Demoversion auf eine maximale
Programmgröße von 2KByte
begrenzt.
Das Programmier Interface ist für die Software Ponyprog ausgelegt. Ponyprog kann man hier herunterladen: http://www.lancos.com/prog.html . Ponyprog ist Freeware.
4.1
Messschieber installieren
(Taste „e“)
Ist
der korrekte elektrische
Anschluss der Messschieber erfolgt (Beschreibung im Hardwareteil der
Dokumentation) muss beim ersten einschalten der Auslese Elektronik
dieser
mitgeteilt werden welche Achsen angeschlossen sind. Hierzu erscheint
folgender
Bildschirm Dialog:

Mit
der Eingabe von x, y, oder z
können die angeschlossenen Achsen aktiviert werden. Die
Eingabe muss mit der
Entertaste beendet werden. Es können alle angeschlossenen
Achsen auf einmal
eingegeben werden. Sollte sich einer der Messschieber nach 1024ms nicht
melden,
so erscheint dieser Dialog wieder.
Wird
„l“ eingeben so werden alle
Einstellungen gelöscht.
Die
gemachten Eingaben werden im
EERAM des µProzessors abgelegt und von dort bei einem
Neustart wieder
eingelesen. Dies erspart die nochmalige Eingabe der Achsenkonfiguration.
Will
man die Achsenkonfiguration
ändern kann man durch Eingabe von „e“ im
Dezimal Modus den Einstellungsdialog
aufrufen.
Der
Standard Anzeige Bildschirm
ist in 3 Teile aufgeteilt.
Oberster
Teil, Anzeige der 3 Achsen
Messwerte.
In
der Mitte, Eingabe Zeile für
den Dialog.
Unterer
Teil, in der Umrahmung,
Anzeige der zugelassenen Eingaben.

Der
Startbildschirm erscheint
immer im Dezimal Modus.
4.3
Betriebsart Dezimal (Taste
„d“)
Die
Betriebsart Dezimal ist die
Normale Betriebsart. In dieser Betriebsart werden die Messwerte direkt
und
unverändert ausgegeben. Durch drücken der Taste
„d“ kann diese Betriebsart
jederzeit aktiviert werden.
4.4
Betriebsart Binär (Taste
„b“)
Die
Betriebsart Binär kann durch
betätigen der Taste „b“ aktiviert werden.
Es werde alle eingelesen Bits eines
Messschiebers einzeln angezeigt. Dies ist sehr hilfreich wenn man es
mit einem
unbekannten Messschieber Protokoll zu tun hat. Durch drücken
der Taste „d“ kann
zum normalen Betrieb zurückgekehrt werden.

4.5
Betriebsart Durchmesser
(Taste „r“)
Die
Betriebsart Durchmesser ist
für die Drehmaschinen Besitzer, hierbei wird der Messwert der
X-Achse mit 2
multipliziert. Die beiden anderen Achsen bleiben unverändert.
Eingeschaltet
wird die Betriebsart mit der Taste “r“. Durch
betätigen der Taste „d“ wird
wieder zurückgeschaltet in den Normal Modus der Dezimal
Anzeige.

Normalerweise liefern die Messschieber 3-mal pro Sekunde einen Messwert. Wem das nicht genügt kann die Messschieber mit der Taste „f“ in den Fastmodus schalten. In diesem Modus werden 50 Messwerte pro Sekunde ermittelt. Dadurch wird die Anzeige zwar schneller aber auch unruhiger. Durch nochmaliges betätigen der Taste „f“ wird wieder in den Normal Modus zurück geschaltet.
4.6
Messschieber Nullen (Taste
„c“)
Die
Messschieber können sowohl
über die am Messschieber befindliche Taste
zurückgesetzt werden, als auch über
das Terminal. Nach betätigen der Taste „c“
erscheint eine Abfrage welche Achse
zurückgesetzt werden soll. Es kann x, y oder z eingegeben
werden und die
entsprechende Achse wird zurückgesetzt. Wird
„a“ eingegeben werden alle 3
Messschieber zurückgesetzt.
Da
es sich bei der Übertragung
der Daten um ein ungesichertes Protokoll handelt, kann es zu
Störungen im
Bildschirmaufbau kommen. Sollte dies ausnahmsweise Mal der Fall sein so
kann
durch betätigen der Taste „Esc“ der
Bildschirm gelöscht und neu aufgebaut
werden. Messwerte gehen dabei keine verloren.
4.8
Einstellungen Terminal
Programm
Als
Terminal Programm habe ich
das in Windows 2000/XP/Vista mitgelieferte Programm Hyperterminal
eingesetzt.
Es wird in seiner Grundbetriebsart ANSI oder auch VT100 Terminal
Emulation
verwendet. Anstelle eines PC’s kann auch ein ASCII Terminal
verwendet werden,
die es billig überall zu kaufen gibt.
Für
DOS User gibt es die
Möglichkeit das Programm Kermit einzusetzen. Die aktuelle
Freeware Version von
Kermit kann man hier herunterladen: http://www.columbia.edu/kermit/current.html
. Hier kann auch Windows 95/98 Usern geholfen werden mit einer
passenden
Version.
4.8.1
Generelle RS232 Parameter
Bei
der asynchronen
Datenübertragung müssen Sender und Empfänger
auf die gleichen
Übertragungsparameter eingestellt sein.
Dies
sind in diesem Projekt
folgende:
Übertragungsgeschwindigkeit
(Baudrate) :
38400 Baud
Paritäts-
Bit
:
keine
Anzahl
Bits
:
8
Stopp
Bit
:
1
Flusssteuerung : keine
4.8.2
Einstellungen Hyperterminal
Im
Hyperterminal müssen neben
der Einstellung der korrekten Übertragungsparameter auch
Zeichensatz und
Kodierungseinstellungen vorgenommen werden. Nachfolgend einige
Screenshots mit
den vorgenommenen Einstellungen.

Einstellung
der
Übertragungsparameter.

Die
Terminal Einstellungen.

Einstellung
der Kodierungs-Methode.

Weitere
Terminal Einstellungen.

Einstellung
der Standard
Schriftart.
4.9 Fuse Bits
Einstellung
Atmega8
Damit
der µProzessor korrekt
arbeiten kann, müssen mit Ponyprog die Fuse Bits richtig
gesetzt werden. Wird
dies vergessen arbeitet der Prozessor nur mit 1MHz Systemtakt was
absolut zu
langsam ist und zu wilden Anzeigen auf dem Terminal führt.

Fuse
und Security Bit Einstellung
für Atemega8 für 16MHz Takt
Die
Hardware besteht aus
folgenden Funktionsblöcken
-
Netzteil mit +5V und +1,55V ohne Trafo
-
3 fach Komparator Eingangsschaltung für 3
Messschieber
-
ATMEGA 8 µProzessor
-
Programmier Interface für serielle Programmierung
-
RS232 Schnittstellen Wandler
Das
Netzteil kann mit Spannungen
von 7 – 35V versorgt werden. Es kann sowohl Wechselspannung
als auch
Gleichspannung verwendet werden. Je höher die Spannung desto
wärmer wird der
LM7805 und muss eventuell gekühlt werden.
Die
rote LED auf der Platine
zeigt die korrekte 5V Versorgung an.
Die
3 Achseneingänge werden über
Komparatoren auf TTL-Pegel gehoben. Mit R22 wird die Schwellspannung
der
Komparatoren eingestellt, die an TP1 gegen Masse gemessen werden kann.
Es
sollte ein Wert von 0,7 – 0,9 V eingestellt werden dies
hängt aber stark vom
Messschieber Signal ab.
Es
ist ein ATMEGA 8 µProzessor
im Einsatz der extern mit 16 MHz getaktet wird. Der Taster S1 dient zum
rücksetzen des Prozessors, wenn er sich mal
aufgehängt hat. Da aber kein
Windows auf dem Prozessor läuft wird die Taste eher selten
benötigtJ.
Das
Programmier Interface
wandelt die RS232 Pegel in TTL Pegel um. Es ist dafür
ausgelegt mit Ponyprog
zusammen zu arbeiten.
5.5
RS232 Schnittstelle
Die
RS232 Pegel werden mit einem
MAX232 erzeugt mit Hilfe der integrierten Ladungspumpe.
5.6
Anschlusskabel Messschieber
Der
Datenanschluss befindet sich
oberhalb des Batterieschachtes abgedeckt durch eine Kunststoffkappe die
nach
oben geschoben werden muss um sie zu entfernen.

Die
Belegung ist wie folgt:
Violett
:
+ 1,55V
Grau
:
Takt
Weiß
:
Daten
Schwarz
:
GND
Am
besten nimmt man ein
abgeschirmtes Kabel dessen Schirm auf der Platinenseite aufgelegt wird.
Auf der
Messschieberseite wird der Schirm nicht aufgelegt.


Verfügung mit dem das anzeigen und das ausdrucken der Original Layout Datei möglich ist.
Bestückungsplan

Layout
Platinengröße 75 x 100 mm

|
Menge |
Wert |
Bauteile |
|
1 |
DF04 o. DF08M |
B1 |
|
5 |
6,8µF |
C1, C2, C3, C4, C11 |
|
1 |
470µF/16V |
C14 |
|
7 |
0,1µF |
C5, C6, C7, C10,
C12, C13, C15 |
|
2 |
22pF |
C8, C9 |
|
2 |
Z5,1V |
D1, D3 |
|
1 |
BA157 |
D2 |
|
3 |
LM393N |
IC1, IC3, IC4 |
|
1 |
MAX232 |
IC2 |
|
1 |
MEGA8-P |
IC5 |
|
1 |
LM317 |
IC6 |
|
1 |
7805 |
IC7 |
|
1 |
3mm rot |
LED1 |
|
1 |
Quarz 16MHz |
Q1 |
|
1 |
BC550C |
Q2 |
|
8 |
10k |
R1, R4, R7, R10,
R13, R15, R24, R26 |
|
1 |
330 |
R19 |
|
8 |
4,7k |
R2, R5, R8, R11,
R16, R17, R21, R25 |
|
1 |
220 |
R20 |
|
1 |
10k Trimmer |
R22 |
|
1 |
47 |
R23 |
|
1 |
33k |
R27 |
|
6 |
22k |
R3, R6, R9, R12,
R14, R18 |
|
1 |
Taster |
S1 |
|
3 |
5pol. Stiftleiste |
SV1, SV2, SV3 |
|
1 |
2pol. Stiftleiste |
X1 |
|
2 |
Sub-D 9 |
X2, X3 |
